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Projektebenen
Das Modellprojekt verknüpft die Handlungsfelder Strukturausbau, ressourcenorientierte Qualifizierung und Arbeitsmarktintegration für Personen mit Migrationshintergrund mit Maßnahmen zur Sensibilisierung für Rechte, Vielfalt und Antidiskriminierung.
Struktur
Angestrebt ist der modellhafte Aufbau von 2 Migration Points in Kooperation mit der PAGA Potsdam und der MAIA Belzig im Bundesland Brandenburg. Diese fachlichen Anlaufstellen dienen der Erstorientierung, Beratung und zügigen sowie qualifikationsangemessenen Arbeitsförderung / -vermittlung von Personen mit Migrationshintergrund.
Zusätzlich ist die Einleitung eines Diskurses mit berufsanerkennenden und -zertifizierenden Institutionen zur Öffnung für einen Qualifikationstransfer der aus dem Herkunftsland mitgebrachten Qualifikationen und Ressourcen vorgesehen. Dabei wird die Entwicklung eines erweiterten Zertifizierungsverfahrens angeregt, um diese Kompetenzen als dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehende Qualifikationen transferier- und sichtbar zu machen.
Arbeitsförderung
Im praktischen Teil ist die individuelle Arbeitsförderung für je 20 Personen mit Migrationshintergrund durch Aufgreifen und Verknüpfen mitgebrachter Qualifikationen und Ressourcen an den Standorten Potsdam und Belzig vorgesehen:
- Assessment- und Aufnahmeverfahren
- Kompetenzfeststellung (Identifikation mitgebrachter / vorhandener Ressourcen)
- Sensibilisierung der Projektteilnehmenden für Rechte (Empowerment), Vielfalt und Antidiskriminierung
- Berufspraktika mit Mentoring, Erwerb berufs- und arbeitsmarktbezogener Fachsprache
- Weiterbildung (möglichst Regelförderung) mit beruflicher Ausrichtung
Ziel ist die Anbindung von Personen mit Migrationshintergrund an die örtliche Wirtschaft (Kleine und Mittlere Unternehmen, Handwerksbetriebe) mittels eines Matching-Prozesses, der die Bedarfe der Unternehmen mit den vorhandenen Potentialen abgleicht und die Arbeitsmarktintegration der Zielgruppe verbessert.
Sensibilisierung
Zur Sensibilisierung aller beteiligten Akteure (Mitarbeitende von Arges und JobCentern, Kammern und Innungen, KMUs und Gemeinden) besteht für diese das Angebot zur Teilnahme an einer Seminarreihe zu migrations-, flüchtlings- und genderspezifischen Belangen, allgemeinen Menschenrechten und Antidiskriminierung. Durch Informations- und Begegnungsveranstaltungen sowie die Unterstützung zivilgesellschaftlicher Initiativen vor Ort gilt es, die Wahrnehmung für Vielfalt und Ressourcenreichtum zu erhöhen. Mit der Einbindung örtlicher Akteure (Wirtschaft, Gemeinden, Zuwandernde) in die Projektrealisierung wird eine neue Qualität im Integrationsprozess erreicht.
Zum Begleitprogramm gehören empirische Erhebungen zum praktischen Teil des Projekts (Arbeitsförderung für die Zielgruppe) sowie die Einbindung von interessierten Projektteilnehmenden für die Bildung eines Botschafts-Team zur Beteiligung am Projekttransfer. Exkursionen und Gespräche mit relevanten Einrichtungen des Arbeitsmarktes sollen Einblicke in Arbeitsmarktstrukturen und die hiesige Arbeitswelt gewähren.
Der Modellcharakter des Projekts verspricht sowohl praktische als auch theoretische Erkenntnisse, die über den Wirkungsbereich des Bundeslandes Brandenburg hinaus von Bedeutung sein dürften. Das Projekt wird extern evaluiert.
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