Leitbild der Berlin-Brandenburgische Auslandsgesellschaft (BBAG) e.V.

Bildung * Begegnung * Integration

I.

Die Berlin-Brandenburgische Auslandsgesellschaft wurde im Jahr 1991 als gemeinnützige Bildungseinrichtung auf Initiative engagierter BürgerInnen gegründet. Der Verein möchte mit seiner Arbeit einen Beitrag für eine pluralistische, multikulturelle und aufgeklärte Gesellschaft in Deutschland leisten und so den zivilgesellschaftlichen Dialog zwischen Menschen unabhängig von ihrer Sprache, Herkunft, Religion oder Weltanschauung fördern.


II.

Die gegenseitige Akzeptanz unterschiedlicher kultureller Identitäten und die Entwicklung eines gleichberechtigten Miteinanders aller hier lebenden Menschen ist dem Verein ein wichtiges Anliegen. Denn er betrachtet gesellschaftliche und europäische Vielfalt als Querschnittaufgabe - interkulturell, Generationen übergreifend und transnational - und plädiert für ein weltoffenes Europa. Der Verein übernimmt in seiner Rolle als Einkäufer und Auftraggeber Verantwortung für eine faire Globalisierung, indem er auf die Einhaltung sozialer und ökologischer Mindeststandards achtet und diese Werte im Rahmen der Projekt- und Bildungsarbeit kommuniziert. Er tritt jeder Form von Diskriminierung, Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Gewalt aufklärerisch entgegen. Der Verein fördert die Gleichstellung der Geschlechter und agiert im Sinne der von ihm unterzeichneten Charta der Vielfalt.


III.

Der Verein fördert durch seine Arbeit die gesellschaftliche Integration von geflüchteten und zugewanderten Menschen und deren gleichberechtigte Teilhabe am ökonomischen, sozialen, politischen und kulturellen Leben. Dabei berät und begleitet er sie auf dem Weg ihrer Integration im Sinne von partizipativer „Hilfe zur Selbsthilfe“. Er unterstützt Menschen bei der Entwicklung sprachlicher, fremdsprachlicher und interkultureller Kompetenzen sowie sozialer und beruflicher Qualifikationen. Zentrales Ziel der Arbeitsmarktprojekte ist die nachhaltige Eingliederung in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt. Der Verein fördert den europäischen Austausch und städtepartnerschaftliche Kooperationen. Er versteht sich als Akteur politischer Bildung mit den besonderen Schwerpunkten europapolitische Bildung und globales Lernen.


IV.

Der Verein nimmt seine satzungsgemäßen Aufgaben im öffentlichen Interesse und für das Gemeinwohl wahr. Er versteht sich bei der Umsetzung seiner Aufgaben in den Bereichen Bildung, Integration und Arbeitsmarkt als Partner und Dienstleister für die Europäische Union, den Bund, die Länder, die Kommunen, die Agenturen für Arbeit sowie für unterschiedliche Stiftungen. Er beteiligt sich aktiv an der politischen Willensbildung in der Gesellschaft und vermittelt Kenntnisse und Erfahrungen aus seiner Tätigkeit an politische Handlungsträger.


V.

Der Verein ist anerkannter Träger der Weiterbildung des Landes Brandenburg, qualitätszertifiziert nach LQW sowie zugelassener Integrationskursträger. Er betreibt je ein Interkulturelles Zentrum in Branden-burg an der Havel und Potsdam und verfügt über einen breiten Zugang zu allen hier lebenden Men-schen. Zielgruppenspezifische Bildungsangebote richten sich vor allem an Menschen mit Migrationsbiographie. Die Beteiligung von MigrantInnen am Vereinsleben und ihre Integration in die Arbeitsstrukturen des Vereins gehören zum Selbstverständnis und zur langjährigen Arbeitspraxis der Berlin-Brandenburgischen Auslandsgesellschaft.


VI.

Der Verein begreift sich als eine lernende Organisation im Sinne lebenslangen Lernens. Gelungenes Lernen definiert er als den Erwerb und die Erweiterung interkultureller, gesellschaftlicher, persönlicher und beruflicher Handlungskompetenz seiner Teilnehmenden im Sinne oben genannter Ziele. Er will damit zur gesellschaftlichen Akzeptanz aller Menschen in ihrer unterschiedlichen kulturellen Vielfalt beitragen.